Jungwacht Glis - galerie

Entsehung Der Jungwacht Don Bosco Glis Gamsen Brigerbad

 

Jahreszahlen & Highlights

  • 1957: Gründung der Jungwacht Glis

  • 1959: Erste grüne Kluft und Banner

  • 1960/61: Skirennen, Sternensingen, grosse Aufnahmefeier und erstes Sommerlager im Binntal

  • 1961/62: Reise zum Patron Don Bosco

  • 1963: Erste Altpapiersammlung, Velorennen und Gründung der Clairongarde

  • 1964: Seifenkistenrennen auf der Napoleonstrasse; Mitgliederzahl über 100

  • 1965: Orientierungslauf für das Jungmannschaftskreuz und erster gemeinsamer Skitag mit dem Blauring

  • 1966: Sommerlager in Bosco Gurin

  • 1967: Teilnahme an der Fasnacht mit dem Motto „Gliser Kulturrevolution“

 

 

 

Abenteuerlust und Fantasie


In den frühen 1960er Jahren blühte die Kreativität: Die Jungs organisierten Skirennen, Sternensingen und grosse Aufnahmefeiern. 1961 fand das erste Sommerlager im Binntal statt – ein zehntägiges Abenteuer mit langen Märschen, Spielen und Gespensternächte im Zelt. Bald engagierte sich die Jungwacht auch in der Gemeinde: Sie sammelte Altpapier (2 ½ Tonnen im Jahr 1963), unterstützte Prozessionen und organisierte Fahrradrennen. Mit der Clairon Garde wurde 1963 eine kleine „Weck Truppe“ gegründet, die bis heute jeden Lager¬morgen mit Trompetenklang einläutet. Ein besonderes Highlight war 1964 das Seifenkistenrennen auf der Napoleonstrasse, und mit einem Orientierungslauf für das Jungmannschaftskreuz wagte sich die Schar in die Pionierarbeit. Die Mitgliederzahl wuchs rasant, schon 1964 waren über 100 Knaben dabei – ein Beleg dafür, dass die Mischung aus Abenteuer und Gemeinschaft funktionierte.

Wer war Don Bosco?


Der Namensgeber der Jungwacht ist Don Johannes Bosco, ein italienischer Priester, der 1815 in der Nähe von Turin geboren wurde. Sein Motto „Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen“ zeigt seine lebensfrohe und optimistische Grundhaltung. Don Bosco widmete sein Leben jenen Jugendlichen, denen es im wachsenden Industriezeitalter schwerfiel, Arbeit und Halt zu finden. Er glaubte daran, dass jeder Mensch Talente hat, die entdeckt werden wollen. Seine Erziehung beruhte auf Liebe und Prävention statt auf Strafe – eine Idee, die er einem Traum verdankte, in dem ihm eine Stimme sagte, er solle mit Güte statt mit Schlägen führen. In Turin gründete Don Bosco ein Jugendzentrum für arbeitslose Jugendliche und 1859 den Salesianer Orden, später zusammen mit Maria Mazzarello das Institut der Töchter Mariä Hilfe. Er starb 1888 und wurde 1934 heiliggesprochen. Don Boscos optimistische Pädagogik und seine Liebe zu Jugendlichen sind bis heute Inspiration und Leitbild für die Jungwacht.

Werte und Heute


Was macht die Jungwacht Glis heute aus? Zehn einfache Grundsätze wie Hilfsbereitschaft, Naturverbundenheit, Ehrlichkeit, Freundlichkeit, Aufgestellt sein, Motivation, ein guter Christ zu sein, Teilnahme an der Gemeinschaft, Mut und Treue geben den Rahmen. Seit 2009 gehört die Schar zum Verband Jungwacht Blauring Schweiz (JuBla), in Brig-Glis sind Jungwacht und Blauring wegen der grossen Mitgliederzahl aber weiterhin eigenständig. Etwa 100–140 Kinder sind dabei; 30-50 nehmen jedes Jahr am Sommerlager teil. Die Leiterinnen und Leiter durchlaufen mehrere Stufen von der Gruppe über das 15er Team bis hin zum Scharleiter. Viele Traditionen der frühen Jahre sind geblieben, allen voran die morgendliche Clairon Garde. Doch das Programm ist heute vielfältiger: Neben Fahrradrennen gibt es Bowlen, Schwimmbadbesuche oder kreative Workshops. Das grosse Lager bleibt der Höhepunkt des Jahres; es wird jedes Mal unter einem anderen Motto auf die Beine gestellt, bietet Lagerbauten, Shows und Wanderungen und lässt die Teilnehmer noch immer vom Zelten unter Sternen schwärmen.